Christian Holtmann - Bad Bank, 9.4.-14.5.2010

BAD BANK - Christian Holtmann in der GaDeWe

Holtmanns Thema sind die medialen Bilder, die uns alle umgeben und auf uns eindringen. Er malt sie ab, ganz klassisch mit Ölfarbe in zum Teil ganz kleinen Formaten. Privates ist dabei, Szenen aus dem Sport, wie aus Krimis, aus bekannten Filmen oder aus den Promi-Gazetten. Wir alle kennen solche Bilder. Sie gehören zum kollektiven Erinnerungsschatz einer Generation, deren Verständnis von Wirklichkeit entscheidend von den Medien geprägt ist. Überspitzt könnte man sagen, nur wovon es ein Bild gibt, hat existiert und existiert vielleicht noch. Malend eignet sich Holtmann Bruchstücke dieser medialen Bilderflut an. Diesem ständigen Strom vorgefertigter Illustrationen, der vor allem passive Konsumenten hervorbringt, setzt der Künstler dabei etwas Handgemachtes und Eigenes entgegen. Nur ein gemaltes Bild muss in allen seinen Teilen immer erst selbst hergestellt werden. Ein sehr persönlicher Bilderschatz ist so entstanden, dessen Motive uns jedoch durchaus vertraut sind.

Während die Medien ständig „Zeitgenössisches“, „Aktuelles“ produzieren, können die von Christian Holtmann in seinen Bilderschatz verwandelten Motive ruhig schon ein wenig Erinnerung, historisch sein. Das Aktuelle verblasst schnell, wird geschichtenlos, wertlos, „Bildmüll“. In den Malereien des Künstlers wird dieses Zeitgenössische aufgehoben zu etwas Dauerhaftem, zur Faszination eines Bildes ohne Nachricht und ohne Botschaft. Denn die medialen Bilder müssen dienen. Sie haben keinen Selbstzweck, sondern haben möglichst effektiv ein Anderes zu illustrieren. Indem Christian Holtmann einige davon in seine Kunst hineinreißt, gibt er ihnen etwas Persönliches wieder, das in nichts anderes als seiner eigenen Persönlichkeit und seiner Art und Weise besteht, die Dinge malend zu sehen.

Daniel Spanke

Ausstellungseröffnung: Freitag 9.4.2010 um 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 9.4. - 14.5.2010


Andreas Bohnhoff - Kein schöner Land


“Kein schöner Land” - Fotografien von Andreas Bohnhoff

Ausstellungseröffnung: Freitag der 5.3.2010 um 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 5.3.2010 - 1.4.2010

Die GaDeWe freut sich sehr den renommierten Bremer Fotografen Andreas Bohnhoff
in ihren Räumlichkeiten auszustellen.

“Kein schöner Land” heißt die aktuelle Ausstellung, die am kommenden Freitag eröffnet wird.
Gezeigt werden neue und auch ältere Schwarz/Weiß Fotografien, die Bohnhoffs
exzellente inszenierte Fotokunst unter Beweis stellen.
Der Künstler ist hier Fotograf aber auch Modell, wenn er sich ,wie in dem Werk
“Entwicklungshilfe”, am heimischen Holz- und Fabrikenhafen selbst inszeniert.

Das Thema Hafen und Maritimes sind neben den Portraits seit jeher Bohnhoffs
Hauptthemen.

Wir können uns auf erzählerische Themen und ungewöhnliche
Arrangements freuen, die uns noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag dem 5.März um 20 Uhr, die Präsentation
ist dann zu den Galerieöffnungszeiten bis Gründonnerstag dem 1. April in der GaDeWe
zu sehen.

Michael Wendt, (GaDeWe)


Reinhard Osiander - Vorhang Rosa, 29.1.2010-26.2.2010

Vorhang (rosa)- Reinhard Osiander
Holzskulpturen
GaDeWe - Galerie des Westens, 29. Januar bis 26. Februar 2010

Eine typische Familie, bestehend aus Vater, Mutter, Tochter und Sohn steht wie erstarrt vor Haustier, Ball und Spielzeugauto, die Gesichter seltsam ausdruckslos. Reinhard Osianders lebensgroße Gruppen aus Holz erzeugen auf den ersten Blick Distanz. Die Körper sind stets grob behauen und bemalt; Bearbeitungsspuren, Aufbau und Entstehungsprozess der Arbeiten aus mächtigen Baumstämmen bleiben deutlich erkennbar. Im Gegensatz dazu stehen die feiner gearbeiteten, detaillierten Gesichter. Aus dieser Gegenüberstellung verschiedener Annäherungsweisen an das Material ziehen die Figuren eine besondere Stärke, sodass die Protagonisten trotz der klobigen Körper Würde und Integrität vermitteln. Kommunikation untereinander findet jedoch nicht statt. Starr und geradeaus blicken die ebenmäßig formulierten Gesichter. Eng beieinanderstehend findet keine Berührung, keine Geste der Zuneigung oder des Erkennens statt. Ein Familienidyll in Erstarrung.

In den neuen Arbeiten Osianders rücken nun einzelne Akteure und Szenen in den Vordergrund. Seine bekannten, bühnenähnlichen Arrangements der Gruppen werden nun zur offenen Szene. Die frühere fröhliche Farbigkeit ist darüber hinaus einem reduzierten Umgang mit nur wenigen Setzungen gewichen. So sitzt ein Junge vor grüner Teppichlandschaft, seine Spielzeugautos zur wilden Gebirgsrallye arrangiert. Ebenfalls völlig ohne schützendem Raum präsentiert sich eine Mutter mit Säugling auf dem Arm. Weitere Arbeiten kommen nun ohne menschliche Akteure aus und konzentrieren sich stattdessen auf heimische Interieurs.

Angela Piplak


CrAcKStRich - Junge Comickunst, 18.12.2009-22.1.2010

„CRACKSTRICH“


Die Ausstellung „Crackstrich“, die vom 18.12.2009 bis zum 22.Januar 2010 in den Räumen der GaDeWe zu sehen sein wird, präsentiert insgesamt vier junge Künstler/innen, sowie das Büro Koffermann&Koffermann, deren Schaffen sich mit dem zunehmend bedeutsameren Medium des Comics auseinander setzt.
Hierbei werden keinerlei Mainstream-Formate dieses Mediums bedient, sondern Variationen von bildhafter Kommunikation sequentiell zu eigenen Welten verflochten Diese Geflechte haben zwar stellenweise auch Berührungspunkte mit Elementen aus unserem alltäglichen Leben, werden aber meist ad Absurdum geführt, um uns somit von dort aus für neue, teilweise brüchige, heitere oder schlicht packende Betrachtungswinkel zu erwärmen. Oftmals handelt es sich hierbei nicht um endlose Epen, die den Betrachter in die Tiefe einer neuen Welt ziehen, sondern es sind Momentaufnahmen und „Einseiter“, die an die frühen „Daily strips“ aus den Tageszeitungen Anfang des vergangenen Jahrhunderts erinnern. Durch ihre Fülle an Variationen lassen sie uns ein Gefühl des Überflusses erleben. Jedoch ist dieser Überfluss nicht nur der des jugendlichen Ideenquells, sondern auch ein Überfluss, der seinen bitteren Nachgeschmack, seine verborgenen Ansprüche an das Nichts dieser Welt erst Tage, Wochen oder gar Jahre später in unseren jeweiligen Realitätssplittern reflektiert. Katharina Kierzek aus Kiel, Philipp Poell aus Hamburg, Daniel von Bothmer aus Kassel und Ingo Kindermann aus Bremen werden in einer eigens für diesen Anlass konstruierten Raumsituation die Tore aufstoßen in Welten der Freude, der Trauer und des Ungeahnten.
A.Sassenroth


Steinacker/Willand, "Le Ciel", 13.10-11.12.2009

GaDeWe - Galerie des Westens
Eröffnung: Freitag, 13. November 2009, 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 13. November bis 11. Dezember 2009

Le Ciel
Künstlerduo Steinacker/Willand

„Wenn man eine Sprache beherrschen will, muß man für jedes Wort die Assoziation zwischen
dem fremden Schall und seiner Bedeutung einlernen.“ (Kosmos Heft 10, 1930)


Rom*Berlin*New York

Claudia Christoffel, 9.10. - 6.11.2009

NADELN
Temporäre skulpturale Setzungen

Die Fotografien haben einen dokumentarischen Charakter und sind zugleich der einzige Beweis für die Existenz des Werks. Man könnte sagen, das was dokumentiert worden ist, ist eine temporäre Intervention. Entwickelt hat Claudia Christtoffel diese künstlerische Strategie während eines Studienaufenthaltes in Reykjavik auf Island.

Barbara Claassen-Schmal
Galerie für Gegenwartskunst, Bremen


Spiegelreuron- Sabine Wewer, Malerei

Ausstellung Sabine Wewer vom 4.9. - 30.9.2009
Vernissage am 4.9.2009 um 20 Uhr

Zitat Sabine Wewer über Ihre Ausstellung in der GaDeWe:

"Die Malerin, Sabine Wewer, ist eine reisende Spionin zwischen Orten,
Zuständen und Wissenschaften. Nicht Schlaf, nicht Wachen,
Zwillingsneurone, Atomphysiker, Flugversuche und Schiffe im Dazwischen -
sie malt jene Momente, in denen ein Schwebezustand herrscht, wie das Mädchen
unter der Zimmerdecke, der Mann unter dem Eis gehend, Paare in
zerbrechlichen Situationen balancierend, das Kino in dem die Lampen wie im
Weltraum zu Planeten werden. "


Die Still-Lebenden - Fotografie von Michael Wendt


Galerie des Westens, GaDeWe, vom 31.7.2009 bis 28.8 2009, Vernissage am 31.7. um 20 Uhr
Einführung: Verena Borgmann, Kunstsammlungen Böttcherstraße, Bremen


Die Still-Lebenden
Fotografien von Michael Wendt in der GaDeWe


Wie kann man lebendiges Leben künstlerisch konservieren?
Wie sehen Erinnerungen, die nur als “gedachte” Bilder in uns selbst existieren,
als gerahmte Fotografie aus?

Wir machen Fotografien oder Filme von unseren persönlichen Lebenshöhepunkten,
von Menschen und Dingen, die uns besonders viel bedeuten oder von Ereignissen,
die traditionell dokumentiert werden “müssen”.
So gibt es immer wiederkehrende ritualisierte Bildsprachen, beispielsweise in den Posen der Personen oder in der Aufnahmetechnik der Fotografen.

Michael Wendt spürt mit seiner analogen Kamera und selbstenwickelten Objektiven diesen
Bildinhalten nach, und taucht ein in die Welten der einst Real- und heute in bildlichen Überlieferungen “lebenden” Figuren, die ihre Vergangenheit durch eine neue künstlerische Interpretation in die Gegenwart hinübergerettet haben.

Wie der “Video-Still” , also die stehende, eingefrorene Szene eines Filmes,
können wir bei den Werken des Bremer Fotokünstlers von einer Art “Life-Still”
sprechen. Bilder von Menschen und Szenen, die trotz des starren, verharrenden Charakters einer Fotografie lebendig bleiben: Männer die in der Landschaft neben ihrem Automobil posieren, ein Paar an einer winterlichen Straße und all die anderen Figuren und Szenerien.
All Jene, die uns in der Ausstellung begegnen werden sind nicht so “Still”, wie wir das im Allgemeinen aus unseren Familienalben gewohnt sind.

Dank Michael Wendts fotografischer Technik bleiben diese Personen und ihre Umgebung lebendig.
Durch den Einsatz selbstentwickelter Optik, mittels Derer eine wohldurchdachter Wechsel von Schärfe und Unschärfezonen, sowie Verwischungen und Verdrehung der Perspektive möglich wird, erscheint die Szenerie in den Bildern vielschichtig und lebendig.


Zum Abschluss möchte ich die Bremer Galeristin Barbara Claassen-Schmal zitieren, die in
dem Katalogtext der SWB Galerie 2004 zu Wendts Fotografien schreibt:
“So könnte man behaupten, Michael Wendt schafft Fotografien mit filmischen Erlebnisqualitäten oder schweifende Erinnerungen, wie wenn man während einer langen Eisenbahnfahrt aus dem Fenster schaut.”

Walter-Maria Korn, 2009


Jäger, Sammler:/Wolfeslust

Malerei von Hermanus Westendorp

GadeWe 13.03 bis 3.04.2009
Eröffnung: Freitag den 13.März, 20 Uhr

Die Bilder von Hermanus Westendorp zeigen ambivalente Beziehungen in einem nicht eindeutig zu bestimmenden Zwischenraum. Vor allem aber handeln sie von den doppelwertigen Choreographien der Malerei selbst. Die energisch gesetzte Farbe bahnt sich eruptiv ihren Weg über die Leinwand und verdichtet sich zu krustigen Szenerien die dem Sehen sowohl Wegweiser als auch Stolperstein sind.

www.hermanus-westendorp.de


Natalie Wild << Erstes Geschoss >>

Natalie Wild „Erstes Geschoss" Eine Ausstellung, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des evolutionstheoretischen Kontextes befasst und versucht von gängigen Konventionen Abstand zu nehmen. Installation-Video- Graphik.
Galerie des Westens vom 30.01- 27.02.09


Optischer Verkehr

Ausstellung vom 12.12.2008 - 16.1.2009