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12.07. - 30.08.2020

Zeitgenössische Kunst zum Klimawandel

mit Claudia Christoffel, Branka Čolić, Veronika Dobers, Swaantje Güntzel, Lydia Karstadt, Isolde Loock, Jan Philip Scheibe, Marina Schulze, Marie S. Ueltzen und Sabine Wewer

Marina Schulze
Marina Schulze
Claudia Christoffel
Claudia Christoffel

Jeden Sonntag 15:00 Uhr Special Corona Premium Vernissage

Exklusiv für eine kleine angemeldete Anzahl von Teilnehmer*innen mit Begrüßungssekt und kurzer Einführung in die Ausstellung durch die Künstlerin und Kuratorin Claudia Christoffel. Anschließend gibt’s Tee und Kaffee und Zeit für Gespräche.

 

Jeden Sonntag 16:00 Uhr Special Corona Culture Events

12.7.2020 „Gesang des Großen Enttäuschten“, Performance von Veronika Dobers
19.7.2020 Künstlerinnengespräch mit Marie S. Ueltzen
26.7.2020 „Coronaparty“, klimaneutrale Disco unter strengster Einhaltung der Coronaregeln
2.8.2020 Kurzfilm „Wizard in Mazatlán“ und Künstlerinnengespräch mit Sabine Wewer
9.8.2020 „Coronaparty“, klimaneutrale Disco unter strengster Einhaltung der Coronaregeln
16.8.2020 „Das Kollektiv bin ich“, Lesung Branka Čolić
23.8.2020 Künstlerinnengespräch mit Marina Schulze
30.8.2020 „warm up“, Performance Branka Čolić

 

Mittwoch, 29.7. und 19.8.2020 19:00 Uhr

„Gesang des Großen Enttäuschten“, Performance von Veronika Dobers

 

Anmeldung unter: localgirlgang@gmx.net

 

Alle Veranstaltungen sind kostenlos, aber teilnehmer*innenbeschränkt auf maximal 6 Personen mit Mund-Nasen-Schutz. Einlass nur nach Voranmeldung. Bitte verbindlich anmelden unter:
localgirlgang@gmx.net

 

Die Ausstellung kann während der üblichen Öffnungszeiten: Mi 15 - 19 Uhr, Do 15 - 21 Uhr, Fr 15 - 19 Uhr besucht werden.

 


Aktivposten

Michael Wendt, Analyse, 2016, Fotografie 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erika Plamann, Rehlein, 2019, Wachs, Pigmente


10.06. - 03.07.2020

Werke der "Aktiven" der Galerie. 

 

Mechtild Böger, Erika Plamann, Ulrich Precht, Isabel Valecka und Michael Wendt


Marikke Heinz-Hoek - An jenem Abend

28.02. - 29.05.2020

Eröffnung: Freitag, den 28.2.2020 um 20.00 Uhr
Einführung: Dr. Dorothee Hansen, Kunsthalle Bremen

 

Aus der Reihe: Strategien zur Legendenbildung

Der Ausstellungstitel bezieht sich auf den Anfang eines Briefes von Rainer Maria Rilke an Clara Westhoff aus dem Jahre 1900, in dem er ein Abendessen entwirft, das er mit poetisch - verführerischen Worten entwickelt. Dazu ist ein Video entstanden. Die Filmbilder wurden an einem Abend im März 2019 in Worpswede gemacht, nahe der Windmühle, die als Wahrzeichen des Künstlerdorfes gilt und die mitsamt Himmel und filigraner Baumkronen eine abendliche Kulisse bildet. Der Film wird eingeleitet vom a cappella Gesang durch Okka von der Damerau. Sie singt die erste Strophe des Beatles Songs IN MY LIFE. Zum melancholischen Anfang und zum Grundsound eines böigen Windes gesellt sich nach und nach ein zartes Klavierspiel, improvisiert von Edeltraut Rath, entstanden in einem der Ateliers in den Künstlerhäusern Worpswede vor den Pferdeweiden. Der gut 6-minütige Film wird permanent im kabinettartigen Nebenraum der Galerie gezeigt ( bestuhlter Kinoraum en miniature).

 

Fotografien, Fotoarbeiten, kleine Monitore, Zeichnungen und Vitrineninstallationen mit kleinen Requisiten sind im Hauptraum zu sehen. Das große Nebelbild ist ein Tintenstrahldruck auf Leinwand und versinnbildlicht die Grundidee der von Marikke Heinz-Hoek 2001 begonnenen, immer weitergeführten Reihe STRATEGIEN ZUR LEGENDENBILDUNG, in der neben bewiesenen Fakten vieles unklar bleibt. Das dem großen Nebelbild zugrunde liegende Foto entstand am 8. September 2019 frühmorgens in den Hammewiesen, ebenso die Aufnahmen mit Pferden.

 

Linkerhand im Raum befinden sich Fotoarbeiten, 2004 entstanden, Rilke (im Gegenlicht), Paula Modersohn-Becker (sich nach Paris sehnend) und Martha Vogeler mit Maria Rohne im Garten des Barkenhoffs. Das Video KAMERATANZ, in Blau gehalten, war 2001 eine Auftragsarbeit von Beate Arnold für den Barkenhoff Worpswede, als Ergänzung zu einer Foto Ausstellung Georg Tapperts, der 1906-1909 in Worpswede lebte und arbeitete. Das Video PAULA SCHREIBT lässt Paulas Tagebücher und Briefe mit Texten und Skizzen vorüberziehen, eine Wiederbelebung ihres biografischen Materials. Auch die Fotoarbeiten zu Martha Vogeler und Maria Rohne, die im Garten des Barkenhoffs in Jugendstilgewändern tanzen, stammen ursprünglich von Tappert, sind hier jedoch als historische Aufnahmen durch verschiedene kameratechnische Effekte bearbeitet worden, sodass sie neues Eigenleben entwickeln.

 

Die Objekte und Requisiten in den Vitrinen sind Verweise auf die oben genannten Protagonisten. Da ständig weiter zu Worpswede und seinen Legenden geforscht wird, entstehen auch immer wieder neue, vervollständigte Biografien, Bücher und Spielfilme. So auch hier. Was ist wahr, was nicht? Die hier gezeigten Objekte in den Vitrinen sind bislang nicht öffentlich präsentiert worden. Privates aus alten Nachlässen? Sind die Angaben verlässlich? Legendenbildung?

 

Das Künstlerdorf selbst ist seit langem ein Touristenmagnet. Man besucht dort Ausstellungen und setzt sich danach ins Cafe. Wer wagt sich ins freie Gelände, auf die Weiden, in die Naturschutzgebiete? Marikke Heinz-Hoek erlebt hautnah Besuch von Libellen und kann mit ihnen sogar ein Selfie machen. Sie lässt sich inspirieren zu Zeichnungen und Texten, die nicht schwarz auf weiß, sondern weiß auf schwarz geschrieben und gezeichnet sind, Zeichnungen, eingeritzt in Fotopapier der Firma Agfa.

 

 


Silvia Brockfeld - Hide and Seek

18.01. - 21.02.2020

 

Versteckt und gesucht werden Formen, Zusammenhänge und Strukturen, die sich im Bildraum aufscheinend zeigen, dann wieder entgleiten, um ein Leben unter der Oberfläche weiter zu führen und beizeiten wieder aufzutauchen.
Der Prozess des Suchens und Versteckens ist intuitiv und von der individuellen Wahrnehmung abhängig. Genau so ist auch der Entstehungsprozess der Bilder angelegt. In einem ergebnisoffenen experimentellen Vorgehen werden Formen, Farben, Kompositionen und Rhythmen entwickelt, gefunden, kombiniert, akzentuiert, verworfen, verfremdet und so lange variiert, bis sie sich in einem Gleichgewicht niederlassen und eine Allianz miteinander eingehen. Da die Formen nicht schon im Voraus existieren sondern beim Malen assoziativ immer neu entwickelt werden, können sie ebenso als Unikate angesehen werden wie jedes einzelne Bild.