Heike Kati Barath und Dirk Meinzer

04.12.20 - 15.01.2021

DUETT VOM MITTAG

Die Eröffnung am Freitag, 04.12.2020 entfällt, die Galerie ist an diesem Tag von 15 - 21 Uhr geöffnet.
Statt der geplanten Einführung gibt es ein Gespräch, das Dr. Annett Reckert mit Heike Kati Barath und Dirk Meinzer geführt hat, nachzulesen hier als PDF-Download:
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Dr. Annett Reckert im Gespräch.pdf
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Zu den Kollaborationen von Heike Kati Barath und Dirk Meinzer
Bei Dirk Meinzer und Heike Kati Barath agiert das gemeinsame Schmunzeln im Pinsel oder Stempel als nonverbale Kommunikation. Die Kollaboration ist mit dem Splitscreen vergleichbar. Geteilte Interaktion innerhalb eines Bildfeldes, -allein die Anwesenheit des anderen prägt das eigene Tun. Zwei Blicke, die beide sehen. Die Kollaborationen finden zwischen diesem Vorzeigen, das den eigenen Blick transformiert und der Überschreibung der anderen Persönlichkeit statt.
Bei Barath und Meinzer ist es ein stetiges Hin-und Her. Wobei die kontinuierliche Kommunikation nicht deckungsgleich zu den unwiderruflichen Eingriffen in den gemeinsamen Bildkörper verläuft. Es ist weniger der Moment einer Absprache als vielmehr die Überraschung des nächsten Schritts, auf den man reagieren muss. Die Zusammenarbeit ist keine einfache: Grundlage ist die gegenseitige Wertschätzung der Werke, aber die Balance muss stetig ausgependelt und verschoben werden. (…)
Gemeinsam malen heißt nebeneinander stehen zu können, ohne dass sich die Ellbogen reiben.
 
Die beiden kennen sich noch nicht so lange, haben aber bereits beide etliche Kollaborationen mit anderen Künstler*innen hinter sich. Ihre unterschiedlichen Geschwindigkeiten fordern beide bis zum entscheidenden Punkt: Eben etwas zu tun, was man alleine nicht tun würde. (…)
Konflikt und Verschwörung, Humor und gegenseitiges Herausfordern lässt sich in den Bildern visuell nachvollziehen. Nicht zu wissen, was der / die andere als nächstes tut, bietet die nötige Freiheit, die eine gemeinsame Arbeit erfordert. Sie steht konträr zur gemeinsamen Absprache oder dem geplanten Werk und findet ihr Glück darin: auch selbst nicht zu wissen, was man als nächstes tun wird.
 
Nach Manuel van der Veen

Fotos von Jens Weyers