Liebe Kunstfreundinnen und liebe Kunstfreunde

 

Die Ausstellung kann nach vorheriger Anmeldung besucht werden.

 

In den Räumlichkeiten gelten die zur Zeit aktuellen Hygieneregeln.

(Mundschutz, Wahrung des Mindestabstands). Die Personenanzahl ist begrenzt auf 5 Personen aus zwei Haushalten.

Eine vorherige Terminvereinbarung bitte unter Telefon 0421-380 79 90 oder info@gadewe.de.

 

Büroöffnungszeiten: mittwochs von 15-19 Uhr, donnerstags von 15-21 Uhr und freitags von 15-19 Uhr

 

 

 


Natascha Kaßner und Ilka Rautenstrauch

Natascha Kaßner, Nächtliches Bad in LA, 2019  -  Ilka Rautenstrauch, Figur mit blauer Hose, 2017

 

 

Gemischte Aussichten

 

Natascha Kaßner Malerei und Zeichnung

Ilka Rautenstrauch – Holzskulpturen

 

Ausstellungsdauer vom 16. April bis 21. Mai 2021

 

Die geplante Eröffnung am 16. April findet coronabedingt nicht statt.

Die Ausstellung kann am Freitag, 16. April 2021 von 15 - 19 Uhr und zu den üblichen Öffnungszeiten,

nach vorheriger Anmeldung besucht werden.

Die Rede von Claudia Cristoffel liegt in der Galerie aus und unten als Download.

 

 

In der Galerie treffen die Holzskulpturen Ilka Rautenstrauchs die gemalten Frauen Natascha Kaßners. Während die einen sommerlich bekleidet auf ihren Holzsockeln stehen, blicken die anderen leicht desorientiert von den Wänden. „Was nun“ scheinen sie alle zu denken.

Natascha Kaßners Frauen sind mal „Reiche Schwestern“, mal eine „Badende“, die nachts ihrem Pool entsteigt oder eine Frau vor leerer Tafel, „Keine Gäste“ eben. Neben diesen großen Arbeiten sind auch kleinformatige figürliche Malereien zu sehen. Schöne Aussichten bieten den versammelten Figuren ganz aktuell entstandene Landschaftszeichnungen Natascha Kaßners. In ihrem Werk verfolgt sie gegenständliche wie abstrakte Ansätze und bedient sich unterschiedlicher Medien. So finden sich neben den figürlichen farbigen Arbeiten auch abstrakte Zeichnungen, Millimeterbilder, Collagen, Fotoübermalungen und Objekte.

 

Ist das Holz? Fragt man sich beim Betrachten der Skulpturen Ilka Rautenstrauchs und hat so schon ein zentrales Thema der Bremer Bildhauerin erfasst. Denn um Verfremdung des Materials geht es der Bildhauerin bei den Holzfiguren, die aus Pappelholz gefertigt sind - jedoch in ihrer Materialität an Kunststoff oder Wachs erinnern.

 

Meist sind es menschenähnliche Figuren oder Halbfiguren - jünglingshaft, ohne bestimmbares Alter, meist ohne Haare und sehr schlank, wenig bis gar nicht bekleidet - deren Gesichtszüge und Körperhaltungen eine ruhige, abwartende Haltung einnehmen. Sie stehen einfach so für sich, ohne zu verraten, woher sie kommen oder wohin es geht. Eine eigene Gattung, die irritiert, vielleicht verstört und doch auch anzieht und Neugierde weckt.

 

Natascha Kaßner lebt und arbeitet in Berlin und Oldenburg. Ilka Rautenstrauch lebt in Bremen. Beide KünstlerInnen unterrichten am Institut für Kunst und visuelle Kultur an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg.

 

 

Download
Rede von Claudia Christoffel.pdf
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