2026
Grasmond - Gruppenausstellung
Behausung | Malerei von Katrin Schütte
10.04. - 08.05.2026
Eröffnung: Freitag, 10.04.2026 um 20 Uhr
Finissage: Freitag, 08.05.2026 um 18 Uhr
Der Mond ist nicht nur ein assoziativ aufgeladener Himmelskörper, der als Trabant die Erde umkreist in einer aus kosmischer Perspektive so geringen Entfernung, dass dort noch nicht mal so ganz das Weltall begonnen hat – immerhin ist ein Besuch auf dem Mond eine noch relativ gemütliche Angelegenheit,
denn dort wirkt noch das Erdmagnetfeld als Schutz vor kosmischer Strahlung und sogar geringste,
aber mit modernster Technik noch feststellbare Spuren der Erdatmosphäre reichen bis dort hinauf.
Er wirkt aber auch ganz real auf uns herab mit seiner physikalischen Masse, ist Taktgeber, bewegt das Meer und das Klima und vielleicht wäre Leben ohne ihn auf der Erde so gar nicht möglich. Er regt seit Menschengedenken unsere Fantasie an und lässt mit Grasmond dem Spiel der unkontrollierten Assoziationen freien Lauf.
Ulrich Precht, Mondnacht I, 2026, Pastellkreide
Diana Mercedes Alonso, o.T., 2025, Acryl und Graphit auf Holz
Thomas Behling, Like mars but hotter, 2025
Boris Duhm, Interplanetar Beings, 2024, Öl, Lack, Sprühfarbe, Druckfarbe, Aluminiumfolie, Papier und Kunststofffolie auf Leinwand.
Christian Psyk, Möbius XIV, 2024, Objektkasten
Gisela Winter-Weltz, Nacht, 2011/2012, Öl auf Leinwand
o.T., Mischtechnik auf Papier, 40x50 cm
06.02. - 20.03.2026
Eröffnung: Freitag, 6. Februar 2026 um 19 Uhr
Es spricht Conny Wischhusen
Führung und Gespräch mit der Künstlerin: Donnerstag, 12.03.2026 um 18 Uhr
In Katrin Schüttes künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Haus und Gebäude steht die symbolhafte Darstellung unseres menschlichen Wohnraumes im Mittelpunkt. Das Haus erscheint dabei als universelles Zeichen, das weit über seine Funktion als architektonischer Schutzraum hinausweist. In einer Zeit des Wohnraummangels und sozialer Unsicherheit, in der viele Menschen in provisorischen Unterkünften, Zelten oder Notquartieren leben, wird das Haus zu einem ambivalenten Symbol: Es steht gleichermaßen für Geborgenheit und Verlust, für Verortung und Entwurzelung.
Die Malerin beschäftigt sich mit der Urform des Hauses – reduziert auf seine wesentlichen Elemente – und untersucht, wie sich diese archetypische Gestalt in unterschiedlichen formalen und malerischen Ansätzen transformieren lässt. Die Häuser erscheinen als Chiffren, als kulturell gespeicherte Bilder, die in jedem Betrachtenden eigene Erinnerungen und Assoziationen hervorrufen. So wird das Haus zu einem Projektionsraum für individuelle wie kollektive Vorstellungen von Heimat, Identität und Schutz.
Ihre in Öl oder Acryl auf Leinwand ausgeführten Arbeiten bewegen sich zwischen Figuration und Abstraktion. Durch dynamische Pinselstriche, Überlagerungen und Farbbewegungen entstehen Bildräume, in denen Aufbau und Zerstörung ineinander übergehen. Die Hausformen tauchen fragmentarisch auf, lösen sich wieder auf oder bleiben als Spur im Farbgrund bestehen. In anderen Werken sind nur noch Linien, Strukturen oder rhythmische Muster sichtbar, die an die Idee eines Hauses erinnern, ohne sie konkret zu benennen.
Die Symbolkraft der Formen lädt zur Reflexion ein: Die Betrachtenden formen in der gedanklichen Auseinandersetzung ihr eigenes Haus, ihre eigenen Vorstellungen von Raum und Zugehörigkeit. Auf diese Weise wird das scheinbar einfache Motiv zu einem Medium, das zwischen persönlicher Erinnerung, sozialer Realität und künstlerischer Geste vermittelt.
Lager, Acryl auf Leinwand, 150x155 cm Überflutung, Acryl auf Leinwand, 140x160 cm